Gerätetraining nach Diagnose

Therapie-Team Thüringen Reha GmbH · Gefell · Stand November 2026

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Nicht freigegeben. Orientierung für die Geräteauswahl, keine Trainingsvorgabe. Die Vorgabe des Operateurs schlägt jede Zeile.

Kein Treffer. Anderes Wort versuchen, zum Beispiel „Seilzug“ statt „Kabelzug“.

Grundregeln

Knie-TEP

Knie-TEP

Meist sofort voll belastbar, Gehstützen etwa 6 Wochen. Ziele sind volle Streckung und mindestens 90° Beugung. Drehbewegungen im Knie meiden.

✓Empfohlen

  • Sitz-/Liegeergometer, Fahrradergometer sobald die Beugung für eine volle Umdrehung reicht, vorher nur pendeln. Sattel hoch, wenig Widerstand, Hilfe beim Auf- und Absteigen.
  • Beinpresse beidbeinig, wenig Gewicht, Beugung höchstens bis 90°. Das Knie bleibt in der Beinachse und knickt nicht nach innen.
  • Laufband langsames Gehen als Gangschule.
  • Kniebeuger wenig Gewicht.
  • Abduktion am Ab-/Adduktionsgerät kräftigt die Hüftmuskeln für ein Gangbild ohne Hinken. Die Polster liegen am Oberschenkel, nicht am Unterschenkel.
  • Oberkörper- und Rumpfgeräte fürs Knie unkritisch. Bei der Rumpfrotation dürfen die Knie nicht mitdrehen.

!Mit Auflagen

  • Kniestrecker wenig Gewicht, schmerzfreier Bereich, Schwerpunkt auf den letzten Graden der Streckung.
  • Adduktion am Ab-/Adduktionsgerät wenig Gewicht.
  • Seilzug Hüftstreckung und Abspreizen im Stand, mit Festhalten.
  • Crosstrainer erst bei sicherem Gang ohne Stützen.
  • Balance-Pad, BOSU beidbeinig und mit Festhalten.

✕Vermeiden

  • Laufband-Joggen, Sprungkasten, Minitrampolin Stoßbelastung für die Prothese.
  • Tiefe Kniebeugen und Beinpresse tiefer als 90°
  • Kniestrecker mit hohem Gewicht
  • Skillcourt, Technogym Wave, Boxsack schnelle Richtungswechsel und Drehkräfte am Knie.
  • Indoor-Cycle Hat das Rad keinen Freilauf, zieht die Schwungscheibe das Knie durch die volle Umdrehung. Erst nutzen, wenn die Beugung dafür sicher reicht, dann im Sitzen und mit wenig Widerstand.
  • Übungen im Knien

Später

Mehr Widerstand nach etwa 6 bis 12 Wochen. Knien auf weicher Unterlage nach Rücksprache mit dem Arzt. Springen und Joggen bleiben für die Prothese ungünstig.

Hüft-TEP

Hüft-TEP

Meist voll belastbar, Gehstützen etwa 6 Wochen. Je nach Klinik gilt für 6 bis 12 Wochen: Hüfte nicht über 90° beugen, Bein nicht über die Körpermitte führen, nicht stark drehen. Nach seitlichem oder vorderem Zugang sind Außendrehung und Überstrecken gesperrt, vor allem zusammen, nach hinterem Zugang die Innendrehung. Nach hinterem Zugang erlauben manche Kliniken in den ersten 3 Wochen nur 70° Beugung: Fahrradergometer und Sitzgeräte kommen dann erst danach in Frage.

✓Empfohlen

  • Laufband langsames Gehen als Gangschule.
  • Fahrradergometer Sattel hoch, damit das Knie unter der Hüfte bleibt. Wenig Widerstand. Über den Durchstieg aufsteigen, das Bein nicht über den Sattel schwingen.

!Mit Auflagen

  • Beinpresse nur, wenn Lehne und Sitz so einstellbar sind, dass die Hüfte unter 90° Beugung bleibt, sonst weglassen. Kleiner Bewegungsweg, beidbeinig, wenig Gewicht, Füße hüftbreit, die Knie fallen nicht nach innen.
  • Kniestrecker/Kniebeuger Lehne zurückstellen, damit die Hüfte unter 90° bleibt. Wenig Gewicht.
  • Sitz-/Liegeergometer nur, wenn der Sitz so weit hinten steht, dass die Hüfte unter 90° bleibt.
  • Abduktion am Ab-/Adduktionsgerät nur nach ärztlicher Freigabe. Dann mit kaum Gewicht, um die Bewegung wieder anzubahnen, und nur, wenn die Hüfte im Sitz unter 90° bleibt. Der Grund: Nach seitlichem Zugang ist der Abspreizmuskel teils abgelöst und vernäht, nach hinterem Zugang sind es die kleinen Außendreher, die beim Abspreizen im Sitzen mitarbeiten.
  • Seilzug Hüftstreckung im Stand bis zur Neutralstellung, mit Festhalten und wenig Gewicht. Fehleranfällig, deshalb nur unter Aufsicht. Abspreizen und Heranführen am Seilzug in der Schutzphase weglassen.
  • Balance-Pad beidbeinig und mit Festhalten, erst bei sicherem Stand ohne Stützen. BOSU erst nach der Schutzphase.
  • Crosstrainer erst bei sicherem Gang ohne Stützen, kleine Schritte.
  • Latzug, Butterfly, Brustpresse/Rudern Sitz hoch stellen, Knie tiefer als die Hüfte.

✕Vermeiden

  • Adduktion am Ab-/Adduktionsgerät Die Schemata sperren das Heranführen über die Körpermitte für 6 bis 12 Wochen, eines sperrt nach seitlichem Zugang jede Adduktion für 6 Wochen. Am Gerät kommt Beugung nahe 90° dazu, deshalb in der Schutzphase weglassen.
  • Bauchtrainer beugt den Oberkörper zu den Oberschenkeln, die Hüfte kommt über 90°.
  • Rumpfrotation (Core-Rotator) in der Schutzphase weglassen, weil die Hüfte gebeugt ist und das Becken mitdreht.
  • Beinpresse mit tiefem Einstieg, bei dem die Knie zur Brust kommen.
  • Indoor-Cycle tiefe, vorgebeugte Sitzhaltung.
  • Technogym Wave, Skillcourt, Boxsack seitliche Schritte, Drehung auf dem stehenden Bein und schnelle Richtungswechsel.
  • Tiefe Kniebeugen, Sprungkasten, Minitrampolin, Laufband-Joggen

Später

Nach 6 bis 12 Wochen gibt der Arzt die Bewegungen schrittweise frei, ein Schema erst nach 6 Monaten ganz. Adduktion am Gerät dann zuerst mit kaum Gewicht. Tiefe Beugung zusammen mit Drehung und Heranführen bleibt auch danach riskant.

Kreuzband-OP

Kreuzband-OP

Belastung, Schiene und Beugung nach Vorgabe, oft Teilbelastung für 3 Wochen und Beugung bis 90°. Die volle Streckung hat Vorrang, Überstrecken ist tabu. Trainiert wird vor allem in der geschlossenen Kette. Wurde zusätzlich der Meniskus genäht, gelten die strengeren Grenzen aus dem Abschnitt Meniskusnaht.

✓Empfohlen

  • Beinpresse je nach Schema ab Woche 3 bis 7, beidbeinig. Beugung anfangs bis 60°, später bis 90°. Das Knie bleibt in der Beinachse und knickt nicht nach innen.
  • Fahrrad- oder Sitz-/Liegeergometer sobald Beugung und Belastung es zulassen, je nach Schema ab Woche 4 bis 7, anfangs unter Aufsicht und ohne Kraft aus dem operierten Bein. Wenig Widerstand.
  • Laufband Gehen für ein sauberes Gangbild, ab etwa Woche 6.
  • Balance-Pad, BOSU Stabilisation im Stand ab Vollbelastung, zuerst beidbeinig.
  • Abduktion am Ab-/Adduktionsgerät kräftigt die Hüftmuskeln, die das Knie in der Achse halten. Die Polster liegen am Oberschenkel, nicht am Unterschenkel.
  • Oberkörper- und Rumpfgeräte frei. Bei der Rumpfrotation dürfen die Knie nicht mitdrehen.

!Mit Auflagen

  • Kniestrecker nur mit ausdrücklicher Freigabe. Dann zwischen 90° und 30° Beugung und nicht in die letzten 30° der Streckung. Manche Schemata sperren ihn 12 Wochen ganz.
  • Kniebeuger nach Entnahme einer Beugesehne als Transplantat nur nach Freigabe des Operateurs, ein Schema sperrt das Beugen gegen Widerstand dann 8 bis 12 Wochen. Bei anderem Transplantat mit wenig Gewicht, je nach Schema ab Woche 3 bis 4.
  • Adduktion am Ab-/Adduktionsgerät wenig Gewicht, Polster am Oberschenkel. Wurde die Gracilis-Sehne entnommen, erst beginnen, wenn die Entnahmestelle schmerzfrei ist.
  • Crosstrainer erst bei sicherem Gang ohne Stützen.

✕Vermeiden

  • Kniestrecker gegen Widerstand bis in die volle Streckung zieht am Transplantat.
  • Laufband-Joggen je nach Schema erst ab Woche 10 bis 12, bei voller Streckung, reizfreiem Knie und nach Freigabe.
  • Sprungkasten, Minitrampolin, Skillcourt, Technogym Wave, Boxsack Sprünge, Stopps und Drehungen.
  • Kniebeugen mit Langhantel und Beinpresse tiefer als 90°
  • Indoor-Cycle Hat das Rad keinen Freilauf, zieht die Schwungscheibe das Knie durch die volle Umdrehung. Erst nutzen, wenn die Beugung dafür freigegeben ist und sicher reicht, und nicht im Stehen.
  • Überstrecken des Knies, auch beim Dehnen.

Später

Laufen ab Woche 10 bis 12, Sprünge ab Monat 4, Richtungswechsel danach. Zurück in den Sport frühestens nach 6, meist nach 9 bis 12 Monaten und nach bestandenen Tests.

Meniskusnaht

Meniskusnaht

Die Schemata weichen stark voneinander ab, maßgeblich ist die Vorgabe des Operateurs. Üblich sind Teilbelastung für 2 Wochen, je nach Naht länger, und eine Schiene bis 90° Beugung für bis zu 6 Wochen. Je nach Schema bleibt das Knie 6 bis 12 Wochen ohne Drehung auf dem belasteten Bein und mindestens 3 Monate ohne tiefe Hocke unter Last.

✓Empfohlen

  • Oberkörper- und Rumpfgeräte von Anfang an möglich. Beim Ein- und Aussteigen die Teilbelastung einhalten. Bei der Rumpfrotation dürfen die Knie nicht mitdrehen.
  • Oberkörperergometer Ausdauertraining, solange das Fahrradergometer gesperrt ist.
  • Laufband langsames Gehen ab Vollbelastung, ohne Steigung.

!Mit Auflagen

  • Beinpresse nur nach Freigabe. Ein Schema beginnt in Woche 3 mit 10 kg und höchstens 60 bis 90° Beugung, andere erst nach 10 Wochen oder ab Monat 4. Beidbeinig, das Knie bleibt in der Beinachse.
  • Fahrrad- oder Sitz-/Liegeergometer ab Woche 3 nur, wenn der Operateur die Beugung über 90° freigegeben hat und sie für die volle Umdrehung reicht (über 100°). Wenig Widerstand, hohe Trittfrequenz. Schemata mit Schiene bis 90° sperren das Radfahren 6 Wochen.
  • Kniebeuger nur nach Freigabe des Operateurs, je nach Schema ab Woche 3 oder erst nach 8 bis 12 Wochen, weil die Beugemuskeln am Hinterhorn des Meniskus ziehen. Wenig Gewicht, Anschlag so einstellen, dass das Knie nicht über die erlaubte Beugung kommt.
  • Kniestrecker ab Vollbelastung, wenig Gewicht. Startposition so einstellen, dass das Knie nicht über die erlaubte Beugung kommt.
  • Ab-/Adduktionsgerät wenig Gewicht. Die Polster liegen am Oberschenkel, nicht am Unterschenkel.
  • Balance-Pad, BOSU ab Vollbelastung, beidbeinig, ohne Drehung.
  • Crosstrainer frühestens nach der Schutzphase, bei sicherem Gang ohne Stützen.

✕Vermeiden

  • Tiefe Kniebeugen und Beinpresse tiefer als 90° mindestens 3 Monate, danach erst nach Freigabe. Tiefe Beugung unter Last belastet das Hinterhorn und die Naht.
  • Skillcourt, Technogym Wave, Boxsack Drehungen und schnelle Richtungswechsel auf dem belasteten Bein.
  • Sprungkasten, Minitrampolin
  • Laufband-Joggen in der Regel erst ab Monat 4, früher nur mit ausdrücklicher Freigabe.
  • Indoor-Cycle Hat das Rad keinen Freilauf, zieht die Schwungscheibe das Knie durch die volle Umdrehung. Erst nutzen, wenn die Beugung dafür freigegeben ist, und nicht im Stehen.
  • Übungen im Knien, im Fersensitz und in tiefer Hocke

Später

Ab Woche 7 mehr Beweglichkeit und Kraft, weiter ohne tiefe Hocke unter Last. Drehübungen nur nach Freigabe, je nach Schema ab Woche 7 oder erst nach 12 Wochen. In Monat 4 bis 6 Krafttraining an allen Geräten, Radfahren und Lauftraining. Sport mit Drehungen und Gegnerkontakt nach 6 Monaten und ärztlicher Freigabe, Wettkampf nach 8 bis 12 Monaten.

Rotatorenmanschette

Rotatorenmanschette

Etwa 6 Wochen Schulterkissen oder Schlinge: Die Schulter wird nur passiv oder geführt bewegt und nicht belastet. Ab Woche 7 aktive Bewegung ohne Last. Widerstand je nach Schema ab Woche 10 oder erst nach 12 Wochen, Gewichte dann zunächst höchstens 5 kg. Volle Belastung nach 6 Monaten. Nach Naht des Subscapularis oder einem Eingriff an der Bizepssehne gilt das Schema des Operateurs.

✓Empfohlen

  • Sitz-/Liegeergometer auch mit Schulterkissen möglich, der operierte Arm bleibt im Kissen.
  • Fahrradergometer aufrecht sitzen, nicht auf den operierten Arm stützen.
  • Beinpresse, Kniestrecker, Kniebeuger, Ab-/Adduktionsgerät Beintraining ist frei. Der operierte Arm greift nicht an die Griffe und stützt beim Ein- und Aussteigen nicht ab. Mäßiges Gewicht, damit die Schulter nicht mitspannt, und kein Polsterdruck auf die operierte Schulter.

!Mit Auflagen

  • Laufband langsames Gehen, gesunde Hand am Handlauf. Ein Sturz auf den Arm ist das größte Risiko.
  • Crosstrainer nach der Kissen-Zeit und nur an den festen Griffen. Die beweglichen Armhebel bleiben ungenutzt, bis Widerstand freigegeben ist.
  • Balance-Pad beidbeinig, gesunde Hand am Halt.
  • Bauchtrainer, Rumpfrotation nur, wenn das Gerät ohne Zug am Griff und ohne Polsterdruck auf der operierten Schulter auskommt.
  • Seilzug ab Freigabe von Widerstand. Innen- und Außendrehung und Rudern mit dem Ellenbogen am Körper, kleinstes Gewicht.
  • Rudern, Brustpresse nach 12 Wochen und nach Freigabe. Anfangs höchstens 5 kg, Ellenbogen nah am Körper und nicht hinter die Körperebene, kein Schwung.
  • Oberkörperergometer ab Freigabe von Widerstand, zuerst ohne Last.

✕Vermeiden

  • Alle Oberkörpergeräte, Seilzug und Oberkörperergometer mit dem operierten Arm, solange Widerstand nicht freigegeben ist, also in den ersten 10 bis 12 Wochen.
  • Butterfly, Reverse Butterfly, Latzug langer Hebel oder Zug über Kopf. Erst, wenn Rudern und Seilzug schmerzfrei gehen und der Arzt es freigibt.
  • Schulterpresse und Gewichte über Kopf
  • Latzug in den Nacken, Klimmzüge, Dips, Stütz am Schlingentrainer
  • Boxsack, Slamballs, Medizinball-Würfe, Kettlebell-Swings ruckartige Belastung.
  • Langhantel auf den Schultern
  • Indoor-Cycle vorgebeugte Haltung mit Stütz auf den Armen.
  • Laufband-Joggen erst nach 12 Wochen.
  • Sprungkasten, Minitrampolin, Skillcourt, BOSU, Technogym Wave Sturzgefahr auf den Arm.

Später

Nach 12 Wochen leichtes Krafttraining bis etwa 5 kg, danach langsam steigern: zuerst Seilzug und Rudern, dann nach Freigabe Butterfly (Arme bleiben vor dem Körper), Reverse Butterfly und Latzug zur Brust. Schwere Arbeit, Überkopf-Training mit Gewicht, Ball- und Kontaktsport nach 6 Monaten und ärztlicher Freigabe.

Schulter-TEP

Schulter-TEP

Etwa 3 bis 4 Wochen Orthese oder Schlinge, je nach Schema mit Abduktionskissen. Welche Bewegung gesperrt ist, hängt vom Prothesentyp ab: Nach anatomischer Prothese mit genähtem Subscapularis ist die Außendrehung begrenzt, meist 6 Wochen. Nach inverser Prothese ist die Kombination aus Heranführen, Innendrehung und Strecken nach hinten die Luxationsrichtung, also die Hand hinter den Rücken. Aktive Bewegung ohne Last je nach Schema ab Woche 4 bis 6, Widerstand ab Woche 10 bis 12, Gewichte dann zunächst höchstens 5 kg. Volle Belastung nach 6 Monaten. Der Prothesentyp und die Grenzen stehen in der Vorgabe des Operateurs, ohne sie lässt sich hier nichts auswählen.

✓Empfohlen

  • Sitz-/Liegeergometer auch mit Orthese möglich, der operierte Arm bleibt in der Orthese.
  • Fahrradergometer aufrecht sitzen, nicht auf den operierten Arm stützen. Solange der Arm in der Orthese liegt, fasst nur die gesunde Hand den Lenker.
  • Beinpresse, Kniestrecker, Kniebeuger, Ab-/Adduktionsgerät Beintraining ist frei. Der operierte Arm greift nicht an die Griffe und stützt beim Ein- und Aussteigen nicht ab. Mäßiges Gewicht, damit die Schulter nicht mitspannt, und kein Polsterdruck auf die operierte Schulter.

!Mit Auflagen

  • Laufband langsames Gehen, gesunde Hand am Handlauf. Ein Sturz auf den Arm ist das größte Risiko und kann die Prothese auskugeln.
  • Crosstrainer nach der Orthesenzeit und nur an den festen Griffen. Die beweglichen Armhebel bleiben ungenutzt, bis Widerstand freigegeben ist.
  • Balance-Pad beidbeinig, gesunde Hand am Halt.
  • Bauchtrainer, Rumpfrotation nur, wenn das Gerät ohne Zug am Griff und ohne Polsterdruck auf der operierten Schulter auskommt.
  • Seilzug ab Freigabe von Widerstand, kleinstes Gewicht, Ellenbogen am Körper. Die Außendrehung nur bis zur erlaubten Grenze. Innendrehung gegen Widerstand erst nach ausdrücklicher Freigabe, nach anatomischer Prothese zieht sie am genähten Subscapularis.
  • Rudern, Brustpresse nach Freigabe, meist ab Woche 12. Anfangs höchstens 5 kg, Ellenbogen nah am Körper. Den Anschlag so einstellen, dass die Hände vor dem Körper bleiben: Der Weg hinter die Körperebene ist nach inverser Prothese die Luxationsrichtung.
  • Oberkörperergometer ab Freigabe von Widerstand, zuerst ohne Last. Die Kurbel tief einstellen, damit die Hand nicht über Schulterhöhe kommt.

✕Vermeiden

  • Alle Oberkörpergeräte, Seilzug und Oberkörperergometer mit dem operierten Arm, solange die Orthese getragen wird oder Widerstand nicht freigegeben ist.
  • Die Hand hinter den Rücken führen, auch beim Umgreifen am Gerät oder beim Anlegen eines Gurtes: nach inverser Prothese die Luxationsrichtung, nach anatomischer Prothese Zug am genähten Subscapularis.
  • Abstützen auf den operierten Arm, beim Aufstehen von der Hantelbank wie beim Ein- und Aussteigen am Gerät.
  • Latzug, Butterfly, Reverse Butterfly langer Hebel oder Zug über Kopf.
  • Schulterpresse und Gewichte über Kopf, Langhantel auf den Schultern, SZ-Stange über Kopf
  • Klimmzüge, Dips, Stütz am Schlingentrainer ziehen die Prothese aus der Pfanne.
  • Boxsack, Slamballs, Medizinball-Würfe, Kettlebell-Swings, Powerbag ruckartige Belastung.
  • Indoor-Cycle vorgebeugte Haltung mit Stütz auf den Armen.
  • Laufband-Joggen erst nach Freigabe, frühestens nach 12 Wochen.
  • Sprungkasten, Minitrampolin, Skillcourt, BOSU, Technogym Wave Sturzgefahr auf den Arm.

Später

Nach Freigabe leichtes Krafttraining bis etwa 5 kg, zuerst Seilzug und Rudern mit dem Ellenbogen am Körper, danach nach ärztlicher Freigabe Latzug zur Brust und Brustpresse. Nach inverser Prothese trägt der Deltamuskel die Schulter: Abspreizen und Zug nach unten gegen kleinen Widerstand sind dort das wichtigste Training, während die Drehung oft dauerhaft begrenzt bleibt. Überkopf-Training mit Gewicht und schwere Arbeit bleiben nach beiden Prothesentypen kritisch, Ball- und Kontaktsport nach 6 Monaten nur mit ärztlicher Freigabe.

Bandscheiben-OP

Bandscheiben-OP

Gemeint ist die OP an der Lendenwirbelsäule ohne Versteifung. In den ersten Wochen gilt: nicht über 5 kg heben, nicht unter Last bücken oder drehen, höchstens 30 Minuten am Stück sitzen oder stehen. Rumpfkräftigung ohne Gerät je nach Schema nach etwa 4 Wochen, mehr Belastung ab Woche 6, nach 3 Monaten meist ohne Einschränkungen. Bestand vor der OP eine Lähmung, werden die betroffenen Beinmuskeln von Anfang an geübt, zuerst ohne Gerät.

✓Empfohlen

  • Laufband Gehen ist das wichtigste Training der ersten Wochen. Ohne Steigung, Dauer langsam steigern, bei Schwäche im Fuß langsames Tempo.
  • Fahrradergometer je nach Schema nach 1 bis 4 Wochen, frühestens bei problemloser Wundheilung. Aufrecht sitzen, Lenker hoch, wenig Widerstand.

!Mit Auflagen

  • Sitz-/Liegeergometer Zeitpunkt wie beim Fahrradergometer. Kurze Einheiten, die Lendenwirbelsäule liegt an der Lehne.
  • Crosstrainer nach etwa 4 bis 6 Wochen, aufrecht, ohne kräftigen Zug an den Armhebeln.
  • Latzug, Butterfly, Brustpresse/Rudern nach etwa 6 Wochen. Wenig Gewicht, Rücken an der Lehne, ohne Schwung und ohne Hohlkreuz.
  • Beinpresse nach etwa 6 Wochen. Wenig Gewicht und nicht tief: Becken und Lendenwirbelsäule bleiben am Polster.
  • Kniestrecker, Kniebeuger, Ab-/Adduktionsgerät nach etwa 6 Wochen. Wenig Gewicht, aufrecht an der Lehne. Zieht es beim Kniestrecken ins Bein, den Bewegungsweg verkürzen. Bei Lähmung vor der OP früher, aber nur nach ärztlicher Freigabe und mit kleinem Gewicht.
  • Seilzug nach etwa 6 Wochen. Rudern im Stand mit geradem Rücken und Halteübungen, bei denen der Rumpf nicht mitdreht.

✕Vermeiden

  • Rumpfrotation (Core-Rotator) Drehen gegen Widerstand, in den ersten 3 Monaten weglassen.
  • Bauchtrainer Beugen gegen Widerstand, in den ersten 3 Monaten weglassen.
  • Langhantel-Kniebeugen, Kreuzheben, Kettlebell-Swings, Slamballs, Powerbag Heben und Bücken unter Last.
  • Schulterpresse und Gewichte über Kopf stauchen die Lendenwirbelsäule.
  • Laufband-Joggen frühestens nach etwa 6 Wochen.
  • Sprungkasten, Minitrampolin, Skillcourt, Boxsack, Technogym Wave Sprünge und schnelle Drehungen, frühestens nach 12 Wochen.
  • Indoor-Cycle in tiefer, vorgebeugter Haltung.
  • Mehrere Sitzgeräte hintereinander nach spätestens 30 Minuten Sitzen eine Gehpause.

Später

Die Gewichte danach schrittweise steigern. Nach 3 Monaten meist ohne Einschränkungen: Bauchtrainer und Rumpfrotation dann mit wenig Gewicht und kleinem Bewegungsweg beginnen.

Achillessehnenriss

Achillessehnenriss

Der Fuß steht etwa 8 bis 12 Wochen im Spezialschuh, zuerst im Spitzfuß, dann schrittweise flacher. Belastung nach Vorgabe, oft früh voll im Schuh. Solange der Spezialschuh verordnet ist, wird darin trainiert, danach im festen Schuh, je nach Schema mit Fersenerhöhung, und nicht barfuß. Die Wade wird je nach Schema in den ersten 4 Monaten nicht gedehnt. Das gilt mit und ohne Operation.

✓Empfohlen

  • Oberkörper- und Rumpfgeräte, Oberkörperergometer von Anfang an möglich. Die Füße stehen locker und drücken nicht mit dem Vorfuß ab.
  • Kniestrecker im Spezialschuh möglich, wenig bis mittleres Gewicht.
  • Ab-/Adduktionsgerät frei.

!Mit Auflagen

  • Fahrrad- oder Sitz-/Liegeergometer je nach Schema nach 3 Wochen. Im Spezialschuh, das Pedal unter der Ferse, wenig Widerstand.
  • Beinpresse je nach Schema nach 4 Wochen. Im Spezialschuh, Druck über die Ferse, der Fuß wird nicht Richtung Schienbein gedrückt. Die Last bleibt unter der erlaubten Belastung.
  • Kniebeuger erst nach Freigabe und mit wenig Gewicht. Der Wadenmuskel beugt das Knie mit und zieht dabei an der Sehne.
  • Stabilisation im Stand im Spezialschuh nach etwa 4 Wochen, auf festem Boden und mit Festhalten. Balance-Pad und BOSU erst, wenn der Stand ohne Spezialschuh auf festem Boden sicher ist.
  • Laufband Gehen ohne Steigung, sobald der Spezialschuh abgelegt ist, je nach Schema nach 8 bis 12 Wochen.
  • Crosstrainer frühestens, wenn Gehen ohne Spezialschuh und ohne Hinken klappt, und nach Freigabe. Kleine Schritte.

✕Vermeiden

  • Training ohne Spezialschuh, solange er verordnet ist.
  • Alles, was den Fuß unter Last Richtung Schienbein drückt oder die Wade dehnt Beinpresse mit tief stehender Ferse, Laufband mit Steigung, tiefe Kniebeugen.
  • Wadenheben und Zehenstand vor der Freigabe, an der Beinpresse wie im Stand.
  • Laufband-Joggen frühestens nach 3 Monaten, im festen Schuh und nach Freigabe. Ein Schema gibt Sport erst ab Monat 7 frei.
  • Technogym Wave, Indoor-Cycle Abdruck über den Vorfuß. Erst, wenn der Vorfuß aufs Pedal darf und Joggen freigegeben ist.
  • Sprungkasten, Minitrampolin, Skillcourt, Boxsack Sprünge und abrupte Richtungswechsel, frühestens nach 6 bis 9 Monaten.

Später

Wadenkräftigung ohne Dehnung je nach Schema nach 8 Wochen, zuerst im Sitzen und beidbeinig. Je nach Schema nach 3 Monaten Radfahren mit dem Vorfuß auf dem Pedal und Joggen auf ebenem Boden, nach 4 Monaten Wadenkraft mit Dehnung. Sprünge und abrupte Richtungswechsel erst nach 6 bis 9 Monaten.

Geräte in Gefell

Auf diese Geräte beziehen sich die Listen. Sie stammen aus den Fotos auf eurer Website und aus deinen Ergänzungen. „Vermutlich“ heißt: auf dem Foto nicht sicher zu erkennen, bitte korrigieren.

Quellen

Belastung, Bewegungsgrenzen und Zeitpunkte stammen aus diesen Nachbehandlungsschemata, Stand Oktober 2026. Die Schemata weichen teils deutlich voneinander ab und nennen nur einzelne Geräte, vor allem Ergometer, Beinpresse und Laufband. Die Einstufung der übrigen Geräte habe ich aus den Bewegungs- und Belastungsgrenzen abgeleitet. Sie braucht die Freigabe eures Arztes.

Oct 12, 2026 · @Weisi Welche Geräte in Gefell für welche Patientengruppe passen: empfohlen, okay mit Auflagen, zu vermeiden. Die Listen gelten für die Reha-Phase nach OP oder Verletzung. Die Vorgaben des Operateurs gehen immer vor.